Sonntag, 14. Februar
AUSBILDUNG UND VERNETZUNG
Kompositionspädagogik an Hochschulen
Moderation: Benjamin Lang und Philipp Vandré
9:00 Uhr Vernetzung kompositionspädagogischer Fördermaßnahmen in Niedersachsen
Benjamin Lang, Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück
Stephan Meier, Musik 21 Niedersachsen
Die Referenten berichten von der strategischen Vernetzung kompositionspädagogischer Projekte in Niedersachsen, die langfristige Entwicklungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit ermöglichen soll.
9:30 Uhr Komposition mit Schulmusikern
Prof. Violeta Dinescu, Universität Oldenburg
Klänge im Raum wahrzunehmen ist schon der Anfang einer kreativen Haltung. Die Klangräume in unterschiedlichen Kontexten wahrzunehmen ist eine Aufgabe, die diese Kreativität vertiefen kann... und dann geschieht es wie bei Alice im Wunderland: Man hat eine Tür gefunden, durch die man weitere Klänge, Klang-Räume und -Träume finden kann. Einerseits ist es wichtig immer auf der Suche nach solchen "Türen" zu sein, andererseits ist es notwendig, Strategien zu erfinden, mit denen man so einen Weg beschreiten kann.
10:00 Uhr Kompositionspädagogik an der Musikhochschule Frankfurt am Main
Prof. Gerhard Müller-Hornbach, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Die Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unterstützt und initiiert zahlreiche Projekte zur Musikvermittlung und macht die Grundlagen dieser Vermittlungsarbeit zum Inhalt der Ausbildung in zahlreichen Studiengängen. Das Projekt "Response – Neue Musik in der Schule", das in Hessen bereits eine lange Tradition hat, ist seit 2009 fest an der Hochschule verankert und wird von dort aus organisiert und strukturiert. Studierende verschiedener Studiengänge haben die Möglichkeit, innerhalb des Projektes praktische Erfahrungen zu sammeln und parallel dazu in Lehrveranstaltungen die pädagogischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Grundlagen dieser speziellen Form von Kompositionspädagogik kennen zu lernen.
10:30 Uhr Kompositionspädagogik an der Folkwang Universität Essen
Prof. Matthias Schlothfeldt, Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft Essen
Um die enormen Potenziale zu erkennen und nutzen zu können, die kompositionspädagogische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern birgt, bedarf es vielfältiger Kenntnisse und Erfahrungen. Deren Erwerb sollte das Unterrichtsangebot in musikpädagogischen Studiengängen ermöglichen. An der Folkwang Universität wird im Fach Didaktik der Musiktheorie, das fester Bestandteil in diesen Studiengängen ist, das Unterrichten musiktheoretischer Inhalte thematisiert. Kompositionsprojekte bilden dort den unterrichtspraktischen Anteil und werden oft in Kooperation mit verschiedenen Institutionen durchgeführt.
Im Vortrag sollen nicht nur die Fragen beantwortet werden, um welche Potenziale es sich handelt und was die Musiktheorie und die auf sie bezogene Didaktik mit Kompositionspädagogik zu tun haben. Es werden auch die aus der Unterrichtserfahrung gewonnenen Erkenntnisse erörtert, warum Schülerinnen und Schüler ein „kompositorisches Anliegen“ entwickeln sollten, um sinnvoll tätig zu werden, und warum es eher nachteilig ist, Komponieren im Unterricht mit der Einführung in neue Musik gleichzusetzen.
11:00 Uhr Roundtable III
Stephan Meier, Violeta Dinescu, Gerhard Müller-Hornbach, Matthias Schlothfeldt
Moderation: Benjamin Lang und Philipp Vandré
11:45 Uhr Kaffeepause
12:15 Uhr Resümee und Ausblick - Abschlussreferat
Prof. Dr. Wolfgang Lessing, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Auf der Basis einer Zusammenfassung der während der Tagung formulierten Positionen, Argumente und Fragestellungen und der Einordnung der präsentierten Ansätze in den Kontext aktueller Kreativitätsforschung wird der Referent abschließend den Blick nach vorn richten und Perspektiven für die künftige kompositorische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen formulieren.
12:45 Uhr Abschlussworte der Symposionleitung
Benjamin Lang und Philipp Vandré
13:00 Uhr Ende des Symposions
